Fragen & Antworten im Überblick
Ratgeber für Auswahl, Standort und PflegeHier finden Sie fundierte Antworten auf häufige Fragen rund um winterharte Stauden – direkt aus der Praxis unserer Gärtnerei. Sollten Sie als Liebhaber winterharter Stauden eine spezielle Frage haben, die hier noch nicht beantwortet wird, können Sie sich gerne: direkt an uns wenden.
Für ein insektenfreundliches Beet, das das ganze Jahr über blüht, ist die Kombination entscheidend. Hier sind die besten langanhaltenden Hingucker nach Jahreszeiten:
Frühling (Der Start): Blaukissen, Schleifenblume und Lungenkraut. Sie sind die ersten wichtigen Energielieferanten für Wildbienen nach dem Winter.
Sommer (Die Hochblüte): Steppen-Salbei, Katzenminze (blüht nach Rückschnitt oft zweimal!) und Sonnenhut (Echinacea). Diese bieten über viele Monate hinweg reichlich Nektar.
Herbst (Das Finale): Fetthenne (Sedum), Herbst-Astern und Sonnenbraut. Sie sind überlebenswichtig als späte Nahrungsquelle vor dem Wintereinbruch.
Winter (Struktur & Schutz): Lassen Sie die Samenstände von Ziergräsern und Sonnenhut unbedingt stehen. Sie bieten Insekten wertvollen Unterschlupf und Vögeln eine natürliche Nahrungsquelle.
Profi-Tipp für maximale Blütezeit:
Wählen Sie Stauden mit dem Prädikat „Dauerblüher“ wie den Storchschnabel 'Rozanne' – dieser blüht unermüdlich von Juni bis zum ersten Frost und ist ein absoluter Magnet für Hummeln.
Die Auswahl geeigneter winterharter Stauden sollte stets an die vorhandenen Standortbedingungen angepasst werden. Besonders wichtig sind dabei die Lichtverhältnisse sowie die Bodenbeschaffenheit, da diese maßgeblich Einfluss auf Wachstum, Blühverhalten und Widerstandsfähigkeit der Pflanzen haben.
Winterharte Stauden für sonnige Standorte:
Für vollsonnige Bereiche eignen sich vor allem robuste und trockenheitsverträgliche Stauden wie:
Lavendel
Sonnenhut
Salbei
Fetthenne
Diese Pflanzen bevorzugen durchlässige, eher trockene bis frische Böden.
Winterharte Stauden für halbschattige Standorte:
Im Halbschatten gedeihen viele pflegeleichte und langlebige Stauden besonders gut, darunter:
Storchschnabel
Astilbe
Frauenmantel
Ideal sind humose, frische und nährstoffreiche Böden.
Winterharte Stauden für schattige Standorte:
Für schattige Gartenbereiche empfehlen sich robuste Blattschmuck- und Waldstauden wie:
Funkie
Farne
Elfenblume
Diese Pflanzen bevorzugen humose und gleichmäßig feuchte Böden.
Bodenbeschaffenheit berücksichtigen:
Sandige Böden: trockenheitsverträgliche Stauden verwenden
Lehmige Böden: auf gute Drainage achten
Feuchte Böden: feuchtigkeitsliebende Stauden wählen
Humose Böden: ideal für viele Blüten- und Schattenstauden
Durch die Auswahl standortgerechter und winterharter Stauden entsteht ein langlebiger, pflegeleichter und widerstandsfähiger Garten mit hoher Blüh- und Strukturwirkung über viele Jahre hinweg.
Die bedarfsgerechte Bewässerung von winterharten Stauden ist entscheidend für deren Vitalität und Standfestigkeit. Besonders in Hitzeperioden und bei ausbleibenden Niederschlägen reicht eine oberflächliche Wassergabe oft nicht aus, um die tiefer liegenden Wurzelsysteme zu erreichen.
Grundregeln für eine effiziente Bewässerung:
Dringlichkeit vor Häufigkeit: Bewässern Sie lieber seltener, dafür aber intensiv und durchdringend. Das Wasser muss die Kapillarkräfte des Bodens überwinden, um in Tiefen von 20 bis 30 cm vorzudringen. Dies regt die Stauden dazu an, tiefere Wurzelsysteme zu bilden, was sie langfristig resistenter gegen Trockenheit macht.
Der optimale Zeitpunkt: Die effektivste Bewässerung erfolgt in den frühen Morgenstunden. Zu dieser Zeit ist der Boden abgekühlt, die Verdunstungsrate am geringsten und die Pflanzen können den Wasservorrat über den Tag hinweg optimal verwerten. Eine Abendbewässerung sollte vermieden werden, da langanhaltende Feuchtigkeit auf den Blättern Pilzkrankheiten begünstigen kann.
Gezielte Wasserabgabe: Gießen Sie direkt an die Basis der Pflanze (Wurzelhals) und vermeiden Sie das Benetzen der Blätter. Dies schützt vor Sonnenbrand (Brennglaseffekt) bei direkter Einstrahlung und reduziert den Wasserverlust durch Verdunstung.
Strategien bei extremer Hitze und Trockenheit:
Mulchen als Verdunstungsschutz: Eine organische Mulchschicht aus Kompost, Rindenhumus oder Grasschnitt hält die Bodenfeuchtigkeit deutlich länger und schützt das Bodenleben vor Überhitzung.
Bodenbearbeitung: Ein lockerer, feinkrümeliger Boden nimmt Wasser besser auf. "Einmal Hacken ersetzt dreimal Gießen" – diese alte Gärtnerregel verhindert, dass Wasser über Bodenrisse ungenutzt abfließt oder durch Kapillarwirkung zu schnell verdunstet.
Anpassung an den Standort: Stauden in exponierten Lagen oder in Kübeln benötigen bei Hitze eine tägliche Kontrolle, da das begrenzte Substratvolumen schneller austrocknet als der gewachsene Gartenboden.
Fachliche Einordnung (Gärtnerperspektive):
Winterharte Stauden haben je nach Art unterschiedliche Strategien entwickelt. Während Prachtstauden wie Rittersporn oder Phlox auf eine gleichmäßige Wasserzufuhr angewiesen sind, kommen Steppenstauden wie Salbei oder Schafgarbe deutlich länger ohne Zusatzbewässerung aus. Eine Gruppierung nach Wasserbedarf (Hydrozonen) bei der Pflanzung vereinfacht das Pflegemanagement erheblich.
Kurzfazit für die Praxis:
Die beste Bewässerung ist diejenige, die das Tiefenwachstum der Wurzeln fördert. Mulchen, morgendliches Gießen und eine durchdringende Wassergabe sind die wichtigsten Werkzeuge, um Ihren Staudenbestand auch durch extreme Sommer zu führen.
Ja, natürlicher Dünger eignet sich sehr gut für winterharte Stauden – sowohl im Garten als auch in Balkonkästen und Kübeln, sofern er standortgerecht eingesetzt wird.
Im Garten können organische Dünger wie Kompost, gut verrotteter Stallmist oder Hornspäne langfristig die Bodenstruktur verbessern und die Pflanzen gleichmäßig mit Nährstoffen versorgen.
In Balkonkästen und Kübeln ist der Einsatz ebenfalls möglich, jedoch dosierter und kontrollierter: Hier empfiehlt sich fein strukturierter Kompost oder organischer Langzeitdünger, da das begrenzte Substratvolumen empfindlicher auf Überdüngung und Nährstoffschwankungen reagiert.
Wichtig ist, organische Dünger maßvoll und vorzugsweise im Frühjahr auszubringen, damit die Nährstoffe während der Wachstumsphase verfügbar sind. Eine gute Kombination aus nährstoffreichem Substrat und angepasster Nachdüngung sorgt für vitale, widerstandsfähige Stauden.
Die wirksamste Vorbeugung gegen Ameisen bei winterharten Stauden basiert auf einem stabilen Kulturumfeld ohne attraktive Nahrungsquellen und ohne geeignete Nistbedingungen. Entscheidend ist zunächst die Kontrolle von Blattläusen, da diese durch ihren Honigtau Ameisen anziehen. Pflanzen sollten regelmäßig überprüft und Befall frühzeitig mechanisch oder mit biologischen Mitteln behandelt werden.
Ebenso wichtig ist die Substratqualität. Strukturstabile, mineralisch angereicherte Substrate verhindern sowohl Verdichtung als auch übermäßige Austrocknung und reduzieren damit die Bildung von Hohlräumen, die Ameisen für den Nestbau nutzen.
Die Wasserversorgung sollte gleichmäßig und bedarfsgerecht erfolgen. Extreme Wechsel zwischen Trockenheit und starker Durchfeuchtung sind zu vermeiden, da sie die Substratstruktur destabilisieren und Nistmöglichkeiten begünstigen. Ziel ist ein dauerhaft moderat feuchtes, gut durchlüftetes Substrat ohne Staunässe.
Ergänzend kann die Kombination mit aromatischen Pflanzen wie Lavendel oder Thymian das Umfeld weniger attraktiv machen. Auch eine saubere Kulturführung, beispielsweise durch das Entfernen von Pflanzenresten und das Vermeiden von Zuckerquellen im Umfeld, trägt zur Prävention bei.
Langfristig entsteht Ameisenfreiheit durch ein ausgewogenes Zusammenspiel aus gesunden Pflanzen, kontrollierter Feuchtigkeit und stabiler Substratstruktur.
Eine wirksame und pflanzenschonende Bekämpfung von Ameisen auf Balkon und Terrasse basiert auf der Beseitigung der Ursachen und einer gezielten Anpassung der Standortbedingungen. Zunächst sollten vorhandene Blattläuse konsequent entfernt werden, da sie durch ihren Honigtau eine zentrale Nahrungsquelle für Ameisen darstellen. Dies kann mechanisch durch Abduschen oder mit biologischen Präparaten wie Kaliseifenlösungen erfolgen.
Parallel dazu ist die Substratführung entscheidend. Ameisen bevorzugen trockene, lockere Strukturen für den Nestbau. Ein gleichmäßig leicht feuchtes, gut durchlüftetes Substrat erschwert die Tunnelbildung und macht den Standort unattraktiv. Dabei ist darauf zu achten, Staunässe zu vermeiden.
Ergänzend können mechanische Barrieren wie klebende Sperren an Pflanzgefäßen eingesetzt werden, um Laufwege zu unterbrechen. Auch mineralische Oberflächenmaterialien wie Splitt oder grober Sand können die Bewegung der Ameisen stören.
Natürliche Abschreckungen durch Pflanzen wie Lavendel oder Thymian wirken unterstützend, ersetzen jedoch keine ursachenorientierte Maßnahme. Auf chemische Insektizide sollte im sensiblen Umfeld von Balkon und Terrasse möglichst verzichtet werden, da sie auch Nichtzielorganismen beeinträchtigen können.
Ameisen treten häufig in direkter Verbindung mit Blattläusen auf, da diese Honigtau produzieren – eine zuckerhaltige Substanz, die für Ameisen eine zentrale Nahrungsquelle darstellt. Ameisen betreuen Blattläuse aktiv, schützen sie vor Fressfeinden und fördern so deren Ausbreitung. Bereits ein geringer Befall kann ausreichen, um Ameisen dauerhaft anzuziehen.
Zusätzlich spielt die Substratstruktur eine entscheidende Rolle. Winterharte Stauden stehen meist in lockeren, gut drainierten Substraten mit mineralischen Anteilen. Diese bieten ideale Bedingungen für Ameisen, da sie gut durchlüftet sind, kaum verdichten und stabile Tunnelbildung ermöglichen. Besonders bei trockenen Bedingungen entstehen Hohlräume, die gezielt besiedelt werden.
Auch das Mikroklima auf Balkon und Terrasse wirkt begünstigend. Durch Sonneneinstrahlung erwärmen sich Gefäße und Substrat schneller als im Freiland, wodurch ein trocken-warmes Umfeld entsteht.
Insgesamt ist Ameisenbefall daher kein isoliertes Problem, sondern ein Hinweis auf ein Zusammenspiel aus vorhandener Nahrungsquelle, geeigneter Substratstruktur und trockenen Standortbedingungen.
Die Gestaltung eines Beetes, das von Januar bis Dezember begeistert, folgt dem Prinzip der Staffelblüte und der Strukturgebung. Hier ist die strategische Vorgehensweise:
1. Das 3-Schichten-Modell (Struktur)
Planen Sie in Höhenstufen, um Tiefe zu erzeugen:
Hintergrund: Hohe Gerüststauden (z. B. Rittersporn oder Chinaschilf), die dem Beet Halt geben.
Mittelgrund: Begleitstauden (z. B. Sonnenhut oder Prachtkerze), die für die Hauptfarbe sorgen.
Vordergrund: Bodendecker (z. B. Frauenmantel oder Storchschnabel), die den Boden schließen und Unkraut unterdrücken.
2. Die 70:30-Regel für den Winter
Wählen Sie etwa 30 % Pflanzen mit Winterstruktur. Dazu gehören Gräser (z. B. Lampenputzergras) und Stauden mit attraktiven Samenständen (z. B. Brandkraut oder Fetthenne). Diese sehen auch bei Reif und Schnee wunderschön aus und sollten erst im Frühjahr geschnitten werden.
3. Blühzeiten-Staffelung
Kombinieren Sie Pflanzen so, dass sich die Blütezeiten überschneiden:
Frühjahr: Zwiebelblumen (Tulpen, Narzissen) zwischen den austreibenden Stauden.
Sommer: Die Hochblüte der Prachtstauden.
Herbst: Spätblüher wie Astern oder Herbstanemone übernehmen das Zepter.
4. Farbwirkung und Kontrast
Nutzen Sie Komplementärfarben (z. B. Violett und Gelb) für Energie oder benachbarte Farben (z. B. Blau und Rosa) für Ruhe. Achten Sie zudem auf Blattkontraste: Das feine Laub von Gräsern wirkt neben den großen Blättern des Funkien (Hosta) besonders edel.
Fazit: Ein dynamisches Beet lebt nicht nur von der Blüte, sondern vor allem von der Vielfalt der Blattformen und der Standfestigkeit der Pflanzen im Winter.
Die Pflege winterharter Stauden auf einem Balkon oder einer Terrasse erfordert spezifische Maßnahmen, damit die Pflanzen in Pflanzgefäßen gesund bleiben. Hier ist der Fahrplan für jede Jahreszeit:
❄️ WINTER: Schutz & Feuchtigkeit
Winterschutz: Auch winterharte Arten brauchen im Kübel Hilfe. Wickeln Sie die Töpfe in Noppenfolie, Vlies oder Jute ein und stellen Sie diese auf eine isolierende Unterlage (Holz oder Styropor) an einen geschützten Platz.
Drainage: Staunässe ist im Winter tödlich. Achten Sie darauf, dass Abflusslöcher nicht einfrieren. Eine Schicht aus Blähton oder Kies im Boden des Kübels ist Pflicht.
Gießen: Wichtig! Gießen Sie an frostfreien Tagen mäßig. Viele Stauden vertrocknen im Winter eher, als dass sie erfrieren.
🌱 FRÜHLING: Neustart & Energie
Rückschnitt: Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile und alte Halme, sobald der starke Frost vorbei ist, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Düngung: Ab April benötigen die Pflanzen Nährstoffe. Mischen Sie einen organischen Langzeitdünger unter die oberste Erdschicht.
Wasser: Mit steigenden Temperaturen steigt der Wasserbedarf deutlich an.
☀️ SOMMER: Vitalität & Blüte
Bewässerung: Stauden im Kübel trocknen viel schneller aus als im Gartenboden. Bei Hitze morgens oder abends tiefgründig gießen.
Pflege (Deadheading): Schneiden Sie verblühte Blüten regelmäßig ab. Das fördert bei vielen Arten eine zweite Blüte und spart der Pflanze Kraft.
Nährstoffe: Ein flüssiger Blumendünger alle zwei Wochen unterstützt eine üppige Sommerpracht.
🍂 HERBST: Vorbereitung auf die Ruhepause
Rückschnitt: Reduzieren Sie die Höhe bei Bedarf leicht, aber lassen Sie viele Halme als natürlichen Winterschutz für das Herz der Pflanze stehen.
Mulchen: Decken Sie die Erde im Topf mit Herbstlaub oder Rindenmulch ab, um die Wurzeln vor dem ersten Frost zu isolieren.
Standort: Rücken Sie die Kübel bereits jetzt näher an die Hauswand, um sie vor kalten Winden zu schützen.
Fazit: Mit der richtigen Drainage und einem Schutzvlies kommen robuste Arten wie Fetthenne (Sedum), Astilben oder Gräser hervorragend durch das Balkon-Jahr.
Langlebige Arten wie Pfingstrosen (Paeonia) können jahrzehntelang am selben Standort blühen.
Schnecken meiden meist Pflanzen mit ledrigen oder stark duftenden Blättern wie Frauenmantel oder Storchschnabel.
Ja, Arten wie die Prachtkerze (Gaura) oder Blauraute (Perovskia) haben tiefe Wurzeln und benötigen wenig Wasser.
Winterharte Stauden, die als Bienenweide fungieren, zeichnen sich durch lange Blühzeiten, eine hohe Nektar- und Pollenproduktion sowie die einfache Zugänglichkeit ihrer Blüten aus. Aus ökologischer Sicht ist dabei weniger die optische Ästhetik im klassischen Sinne entscheidend, sondern der kontinuierliche Nutzen über die gesamte Vegetationsperiode hinweg.
Herausragende winterharte Stauden für Bienenweiden:
Sonnenhut (Echinacea purpurea): Diese Staude ist extrem nektarreich und bietet von Sommer bis weit in den Herbst hinein eine stabile, gut zugängliche Blütenstruktur. Sie zählt zu den wichtigsten Nahrungsquellen im Spätsommer.
Katzenminze (Nepeta x faassenii): Ein klassischer Dauerblüher, der eine kontinuierliche Nektarquelle darstellt. Sie wird gleichermaßen stark von Honig- und Wildbienen frequentiert.
Steppensalbei (Salvia nemorosa): Zeichnet sich durch einen hohen Nektarwert aus. Bei einem fachgerechten Rückschnitt ist ein mehrfacher Blütenflor möglich. Er ist die ideale Strukturpflanze für trockene, sonnige Standorte.
Schafgarbe (Achillea millefolium): Eine extrem robuste und winterharte Pflanze. Ihre flachen Doldenblüten sind für eine Vielzahl von Insekten leicht zugänglich. Zudem überzeugt sie durch eine hohe Standorttoleranz.
Fetthenne (Sedum telephium / Hylotelephium): Sie ist eine der wichtigsten Nahrungsquellen im Spätjahr (August bis Oktober) und sichert die Versorgung der Insekten unmittelbar vor dem Wintereinbruch. Sie bevorzugt magere Böden.
Kugeldistel (Echinops ritro): Bietet einen hohen Pollenwert und wirkt anziehend auf Wildbienen und Hummeln. Die markante Blütenform bleibt über einen langen Zeitraum attraktiv.
Fachliche Einordnung der Blühphasen:
Für eine nachhaltige Insektenversorgung sollte eine Staudenpflanzung idealerweise drei kritische Zeiträume abdecken:
Frühjahr: Sicherung des Nahrungsstarts nach dem Winter.
Sommer: Gewährleistung der Hauptversorgung während der Aktivitätsphase.
Spätsommer und Herbst: Überlebenswichtige Phase zur Stärkung der Populationen vor der Überwinterung.
Die aufgeführten Stauden decken insbesondere die kritische Phase vom Sommer bis in den späten Herbst optimal ab.
Praxisempfehlung für die Anlage von Bienenweiden:
Eine ökologisch hochwertige Bienenweide entsteht durch die gezielte Kombination verschiedener Arten. Achten Sie auf die Mischung von Früh- und Spätblühern an vorzugsweise sonnigen Standorten. Um den Insekten den Zugang zur Nahrung zu erleichtern, sollten primär ungefüllte Blütenformen gewählt werden. Eine chemiefreie Pflege ist Voraussetzung für die Vitalität der Insektenpopulationen.
Fazit:
Die Kombination aus Sonnenhut, Katzenminze, Steppensalbei und spätblühenden Arten wie der Fetthenne garantiert eine stabile und wertvolle Nahrungsgrundlage. Die Vielfalt der Wuchsformen und Blühzeitpunkte ist der Schlüssel zu einem ökologisch wertvollen Staudengarten.
Die meisten Stauden sollten alle 3 bis 5 Jahre geteilt werden, um die Blühfreudigkeit zu erhalten.
Es bedeutet, dass die Pflanze mehrjährige Frostperioden im Freien übersteht, oft bis zu -20 Grad Celsius.
Wir empfehlen organischen Dünger oder Kompost, der vorsichtig in die oberste Bodenschicht eingearbeitet wird.
Für schattige Standorte eignen sich winterharte Stauden, die an geringe Lichtintensität, gleichmäßig feuchte Böden und humusreiche Substrate angepasst sind. Entscheidend ist dabei neben der Schattenverträglichkeit die Fähigkeit, unter lichtarmen Bedingungen stabil zu wachsen und über Jahre hinweg vital zu bleiben.
Empfehlenswerte winterharte Schattenstauden:
Funkien (Hosta-Arten): Langlebige Strukturstauden mit markanter Blattwirkung. Sie bevorzugen humose, frische Böden und sind ideal für Gehölzränder.
Elfenblume (Epimedium): Äußerst schattenverträglich, auch bei trockenem Schatten unter Bäumen. Sie weist einen bodendeckenden Wuchs auf und ist sehr pflegearm.
Schaumblüte (Tiarella cordifolia): Ein wertvoller Bodendecker für den Halbschatten, der kühle Standorte bevorzugt und im Frühjahr filigrane Blütenstände bildet.
Purpurglöckchen (Heuchera): Ganzjährig attraktive Blattfärbungen. Diese Stauden sind anpassungsfähig an halbschattige Lagen und wirken strukturstabilisierend.
Waldsteinie (Waldsteinia ternata): Ein sehr robuster Bodendecker, der Unkraut zuverlässig verdrängt und auch mit Wurzeldruck sowie trockeneren Schattenbereichen zurechtkommt.
Astilben (Astilbe-Arten): Klassische Blütenstauden für den Halbschatten. Sie benötigen eine gleichmäßige Bodenfeuchte für eine optimale Farbwirkung im Sommer.
Fachliche Einordnung aus der Gärtnerperspektive:
Schattenstandorte müssen differenziert betrachtet werden, da die Anforderungen an die Pflanze variieren:
Feuchter Schatten: Typisch für Nordseiten oder Gehölzränder ohne direkten Wurzeldruck.
Trockener Schatten: Oft unter großkronigen Bäumen (Wurzeldruck) oder im Regenschatten von Gebäuden.
Nicht jede Schattenstaude ist für beide Extremsituationen gleichermaßen geeignet. Eine gezielte Auswahl nach Bodenfeuchte ist daher für den Pflanzerfolg maßgeblich.
Praxisempfehlung für stabile Pflanzungen:
Durchführung einer humusreichen Bodenverbesserung vor der Pflanzung.
Aufbringen einer regelmäßigen Mulchschicht zur Stabilisierung des Feuchtigkeitshaushaltes.
Kombination aus flächigen Bodendeckern und akzentuierenden Strukturstauden.
Fazit:
Die besten Ergebnisse im Schatten erzielen Sie durch eine Kombination verschiedener Wuchsformen: Funkien als Solitärpflanzen, Elfenblumen oder Waldsteinien als Bodendecker sowie Astilben und Purpurglöckchen für gezielte Farb- und Blütenakzente. Erst diese Vielfalt erzeugt ein langfristig vitales und attraktives Schattenbeet.
Winterharte Stauden sollten in der Regel nicht zwingend im Herbst zurückgeschnitten werden.
Ein Rückschnitt erfolgt meist erst im späten Winter oder zeitigen Frühjahr, da abgestorbene Pflanzenteile:
als natürlicher Frostschutz für Wurzelbereich und Krone dienen
Lebensraum für Nützlinge bieten
die Pflanze besser über den Winter stabilisieren
Ein Herbstschnitt ist nur sinnvoll, wenn Pflanzen krank sind oder stark verpilzte/zerfallende Pflanzenteile vorhanden sind.
Der beste Zeitpunkt, um winterharte Stauden zu pflanzen, ist entweder im Frühjahr oder im frühen Herbst. Besonders günstig sind die Monate März bis Mai sowie September bis Oktober. In diesen Zeiträumen ist der Boden ausreichend warm und meist gut durchfeuchtet, sodass die Pflanzen vor Sommerhitze oder Winterfrost ein kräftiges Wurzelsystem entwickeln können.
Aus gärtnerischer Sicht gilt der Herbst häufig als idealer Pflanzzeitpunkt. Die Stauden können ihre Energie dann vollständig in die Wurzelbildung investieren und starten im folgenden Frühjahr besonders vital und widerstandsfähig in die neue Saison.
Wichtig ist zudem, Stauden nicht bei gefrorenem Boden, starker Sommerhitze oder längerer Trockenheit zu pflanzen. Nach dem Einsetzen sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden, damit die Pflanzen sicher anwachsen.